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Stolpersteine in der Personalentwicklung: Der Chef im Seminarraum

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Tatsächlich passiert folgendes Szenario häufiger als man denkt:

Ein Training/Workshop für Führungskräfte wird Inhouse geplant bspw. zum Thema „Mitarbeitergespräche führen“. Ein/eine Vorgesetzte/r oder auch bspw. jemand aus dem Vorstand meldet sich bei der Personalentwicklung an, um „sich das Training anzuschauen“.

Dieser zunächst harmlose Wunsch birgt einige Aspekte, die im Vorfeld ganz klar besprochen und abgegrenzt werden müssen.

 

Offen Sprechen

Ein Seminarraum soll ein geschützter Raum sein, in dem man offen über die Trainingsanliegen sprechen können muss. Denn hier ist der Ort, um sich untereinander auszutauschen, Fallbeispiele zu reflektieren, etwas auszuprobieren und auch offen Fragen zu stellen.

Wenn nun ein Vorgesetzter mit den Teilnehmenden in einem Raum sitzt, verändert sich das Setting. In der Regel wird in einem solchen Setting jeder Satz von den Teilnehmenden sorgfältig durchdacht, bevor dieser geäußert wird. Probleme werden nicht mehr offen und direkt angesprochen durch die Befürchtung, dass diese als eventuelle Schwäche gegen sie ausgelegt werden.

Häufig sieht sich der Vorgesetzte als Zuhörer bzw. als Besucher und bringt selbst keine Bespiele/Probleme ein, wodurch ein Ungleichgewicht herrscht.

 

Rollenklarheit

Der/Die Vorgesetzte hat berufsbedingt eine Führungsrolle, die der Person dann auch in anderen Situationen automatisch zugeschrieben wird.

Was ist die Rolle in diesem Training? Ist er/sie ein Teilnehmer/in? Was ist sein/ihr Ziel? Bewertet er/sie das Trainingskonzept? Möchte er den/die Trainer/in in Aktion kennenlernen. Ist er/sie inhaltlich interessiert? Interessiert er/sie sich für die Leistung der Teilnehmenden?

Zuvor sollte der/die Vorgesetzte die Rolle für sich selbst definieren und diese dann auch mit dem/der TrainerIn absprechen. Denn auch der/die TrainerIn muss wissen, welche Rolle hier eingenommen wird, um die eigene Autorität und Integrität im Seminarraum zu schützen.

Und eines der wichtigsten Aspekte ist es, diese Rolle gegenüber den Teilnehmenden klar zu kommunizieren und damit auch Ängsten und Sorgen vorzugreifen. Es sollte auf jeden Fall angesprochen werden, dass alles, was im Training gesagt wird, auch im Seminarraum bleibt und die Teilnehmer/innen nicht beurteilt werden.

Es hat sich gezeigt, dass zusätzlich folgende Vorgehensweise von allen Beteiligten als gewinnbringend wahrgenommen wird:  Wenn der/die Vorgesetzte in dem Training von den eigenen Erfahrungen in der Führungsrolle spricht. Dann bringt er/sie sich ein, ist authentisch, die Teilnehmenden erleben Offenheit und erfahren etwas über das Denken und Empfinden des Chefs.

 

Kommunikation

Die vielleicht schwierigste Aufgabe liegt wohl bei der Personalentwicklung, nämlich den/die Vorgesetzten für die obengenannten Punkte zu sensibilisieren und auch darauf zu bestehen, dass hier vor dem Training Klarheit hergestellt wird.

Sollte die Personalentwicklung keinen guten Weg finden oder nur auf taube Ohren stoßen, kann der/die TrainerIn wahrscheinlich helfen und ggf. ein Gespräch mit dem Vorgesetzten oder auch zu dritt führen. Ebenfalls kann der/die TrainerIn dann Fallbeispiele von anderen Unternehmen einbringen, in denen ein/eine Vorgesetzter bei einem Training dabei war.

Sie haben Rückfragen oder ein konkretes Anliegen? Kommen Sie auf uns zu: www.roehl-trainer.de

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