Employer Branding ist eine mehrdimensionale Thematik als Schnittmenge von Marketing und Kommunikation sowie Human Ressources. Wie ein Projektablauf aussieht, haben wir in der nachstehend abgebildeten Grafik kurz zusammengefasst.

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Foto von Austin Distel

Dazu ein paar kurze Erläuterungen: Die Bildung einer Arbeitgebermarke darf im Sinne der integrierten Kommunikation der Unternehmensmarke nicht widersprechen. Das signalisiert die Plombe auf der rechten Seite und die Kordel, die den gesamten Prozess „zusammenhält“: Die Unternehmensstrategie gibt die Geschwindigkeit und Richtung der Kommunikation vor. Darüber lagert sich die Markenstrategie. Die Sprossen auf der Leiter sind die einzelnen Planungsschritte, die in vier Segmente eingeteilt sind.

Das sind sozusagen die Stufen zum Planungserfolg:

  • Analyse: Segmentierung am Arbeitgebermarkt und Selbstanalyse des Unternehmens

  • Planung: Zielformulierung des Employer Branding, Festlegung der Soll-Identität der Arbeitgebermarke, Auswahl der anzusprechenden Dialoggruppen und Positionierung der Arbeitgebermarke

  • Durchführung: Kreative Gestaltung der Arbeitgebermarke und kommunikative Umsetzungschritte des Employer Branding

  • Kontrolle: Erfolgsmessung und Anpassung der Strategie und des Maßnahmenkataloges

Über die Analyseebenen gelagert sind die beiden Entscheidungsebenen. Das wird durch die Pfeile am linken Rand der Grafik symbolisiert. Auf der unternehmenspolitischen wie auch der kommunikationspolitischen Entscheidungsebene finden permanent rekursive Prüfungen der Konformität der gesetzten Schritte mit dem Auftrag und den Organisationszielen statt. Wenn einzelne Schritte abgeschlossen sind, kommt der Moment des Nachdenkens über die Frage: „Sind wir auf dem richtigen Weg?“

Klingt kompliziert, ist es vielleicht auch, wenn Sie sich mit dem Thema noch nicht auseinandergesetzt haben. Wir tun das laufend und der Aufwand für Ihr Unternehmen lohnt sich. Denn der Kampf um die besten Köpfe wird heftiger werden. Dazu zwei alarmierende Zahlen aus Deutschland: Die Zahl der Schüler ist in den letzten 10 Jahren um 1 Million zurückgegangen und wird in diesem Jahrzehnt um eine weitere Million sinken. Letztes Jahr wurden erstmals mehr als 100.000 Stellen von Ingenieuren nicht besetzt. Der Schaden für die Unternehmen und damit für die Volkswirtschaft: Jährlich 8,5 Milliarden Euro!

In unserem Blog lesen Sie demnächst über die Kontaktpunkte der Arbeitgebermarke, Social Media Strategien und Ansprüche an eine moderne Medienarbeit.

Tatsächlich ist Employer Branding gerade für mittelständische Unternehmen ein Weg, um sich gegenüber Konzernen als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren, die Leistungsbereitschaft der Mitarbeitenden zu verbessern und Kosten nicht nur des Personalmanagements zu senken. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht rechnet sich die Investition jedenfalls: Unternehmen, die es schaffen, sich als Arbeitgeber mit einem klaren Profil auf den relevanten Märkten zu positionieren und von den potenziellen Mitarbeitern auch als attraktives Unternehmen wahrgenommen werden, haben einen klaren Vorteil gegenüber ihren Mitbewerbern. Unsere Kommunikationsagentur Plenos hat zum Thema umfangreiche Studien angestellt und eine Befragung gestartet, an der Sie sich gerne beteiligen können.

Die Bildung einer Arbeitgebermarke wird die Wirtschaft und damit auch uns als Kommunikationsberater in den nächsten Jahren intensiv beschäftigen. Deshalb möchten wir Sie an dieser Stelle kontinuierlich mit Informationen zum Thema versorgen. Mein heutiges Thema: Wie läuft strategisches Employer Branding ab?