Investitionen in digitales Lernen gegen Wirtschaftskrise

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Foto von Nastuh Abootalebi

Die Studie wurde vor acht Jahren zum ersten Mal durchgeführt und sammelt die Daten von 1.800 Organisationen aus dem privaten, öffentlichen und gemeinnützigen Sektor. 2011 haben sich mit 600 Organisationen, darunter so prominente Unternehmen wie Ikea, E.ON AG, Shell, Tesco, Toyota und Vodafone, so viele wie noch nie daran beteiligt.

Demnach glauben 77 Prozent (2010: 66 Prozent) der Teilnehmer, dass der Einsatz von Lerntechnologien ihrem Unternehmen hilft, sich schneller an ein wechselhaftes wirtschaftliches Umfeld anzupassen. Lerntechnologien verkürzen den Einschätzungen der Teilnehmer zufolge die Einarbeitungszeit um 35 Prozent, den Roll-out neuer IT-Systeme um 33 Prozent und Produktwechsel sowie neue Prozesse um 33 Prozent.

Folgerichtig wollen 64 Prozent einen größeren Anteil ihres Trainingsbudgets in den nächsten zwei Jahren in Lerntechnologien investieren. Die Studie zeigt, dass 89 Prozent der Teilnehmer damit einen besseren Zugang zum Lernen für ihre Mitarbeiter erreichen wollen, 85 Prozent geht es vor allem um mehr Flexibilität und 84 Prozent wollen damit die Qualität des Trainings verbessern. Weniger Kosten stehen bei 83 Prozent an erster Stelle, die Reichweite von Trainings steigern wollen 82 Prozent.

Immerhin 55 Prozent der Organisationen stimmten der Aussage zu, dass Präsenzseminare nicht länger die einzige Möglichkeit darstellen, die Leistung am Arbeitsplatz zu steigern. 78 Prozent nutzen bereits Lerntechnologien wie Lernplattformen, soziale Netzwerke, Videos und Mobiltelefone, um ihren Mitarbeitern Trainings zur Verfügung zu stellen.

“Obwohl die Investitionen in Lerntechnologien steigen, nutzen immer noch viele Unternehmen nicht das volle Potenzial. Ich fordere die E-Learning-Anbieter daher dringend auf, unsere Studie zu nutzen und von den Ergebnissen zu lernen. Die Studie zeigt, dass Unternehmen, die in der Nutzung von Lerntechnologien fortgeschritten sind, mehr als doppelt so agil und effizient wie ihre Wettbewerber sind und signifikant bessere Talentmanagement-Prozesse haben,” so Laura Overton, Managing Director von Towards Maturity.

Die ausführliche, 60 Seiten starke Studie gibt es zum freien Download unter towardsmaturity.org/2011benchmark.

Sebastian Ofer

Chefredakteur bei HRM Research Institute

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