Gutes Arbeitgeberimage ist in Osteuropa wesentlicher Erfolgsfaktor

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Foto von Lauren Mancke

Besonders in den von Personalmangel geplagten osteuropäischen Ländern entfaltet das Ansehen von Unternehmen bei Arbeitnehmern bemerkenswerte Zugkraft. So das Fazit der aktuellen Studie “Attraktive Arbeitgeber in Zentral- und Osteuropa” der Managementberatung Hewitt Associates, in der mehr als 120.000 Mitarbeiter, 3.000 Top-Führungskräfte und 600 Firmen aus insgesamt 12 Ländern – darunter auch Russland – zur Arbeitsplatzqualität befragt wurden. Der Tenor: Je attraktiver der Arbeitgeber, umso engagierter sind die Mitarbeiter – mit spürbaren Auswirkungen auch auf harte Kennzahlen. So erzielen renommierte Arbeitgeber im Schnitt eine um 24% höhere Aktienrendite, erhalten viermal so viele Bewerbungen, haben durchschnittlich um 45% weniger Fehltage zu verkraften, und ihre Fluktuationsrate ist um 15% niedriger als in Unternehmen mit einem durchschnittlichen Arbeitgeberimage. Bei den Großunternehmen rangiert McDonald’s Russland im Attraktivitätsranking ganz oben. Gut platzieren konnten sich in Russland auch Softwareriese Microsoft sowie die Pharmaunternehmen GlaxoSmithKline und Nycomed. Allerdings ist es für einen langfristig guten Ruf mit bloßen Kommunikationskampagnen nicht getan. Rundum stimmiges “Employer Branding” hält das, was Anzeigen, Hochglanzbroschüren und glanzvolle Messeauftritte lediglich versprechen – nämlich, dass eingestellte Mitarbeiter nach der ersten Euphorie auch zufrieden und engagiert bleiben. Die Untersuchung von Hewitt Associates offenbart jedoch gerade hierbei ein Spannungsfeld zwischen Schein und Sein. So haben lediglich 51% der Mitarbeiter das Gefühl, dass das Image ihres Unternehmens als Arbeitgeber mit ihren eigenen Erfahrungen übereinstimmt. Die Studie belegt, dass nicht eingelöste Versprechungen auf Mitarbeiterseite zu einem deutlichen Verlust an Vertrauen und Engagement führen. (Hewitt Associates/www.hewittassociates.com)

Quelle: www.russia-consult.com

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