# Google Ads im Recruiting: Mehr als nur Suchanzeigen – So gewinnen Unternehmen Bewerber über Google &amp; YouTube

*https://www.hrm.de/google-ads-im-recruiting-mehr-als-nur-suchanzeigen-so-gewinnen-unternehmen-bewerber-ueber-google-youtube/ — 2025-10-29*

In Zeiten des Fachkräftemangels und leergefegter Arbeitsmärkte ist die klassische Stellenanzeige längst nicht mehr ausreichend. Unternehmen müssen neue Wege gehen, um Talente zu erreichen – und genau hier kommt **Google Ads im Recruiting** ins Spiel.

Im **HRM Hacks Podcast** spricht Gastgeber **[Alexander R. Petsch](https://www.hrm.de/mitglieder/apetsch/)** mit **Online-Marketing-Experte [Thorsten Piening](https://www.hrm.de/mitglieder/persomatch/)** (Gründer von *[Persomatch](https://persomatch.de/?gclid=CjwKCAjw04HIBhB8EiwA8jGNbXg7yOInCFLY7lC8j3LtDkY_aIVy4dv6WNxJVHKWalyEP-mJhouQXxoClLAQAvD_BwE&keyword=persomatch&device=c&network=g&utm_term=persomatch&utm_campaign=pm_sn_brand_persomatch&utm_source=adwords&utm_medium=ppc&hsa_acc=5676534797&hsa_cam=828096468&hsa_grp=46491911510&hsa_ad=602254391434&hsa_src=g&hsa_tgt=kwd-311187273093&hsa_kw=persomatch&hsa_mt=e&hsa_net=adwords&hsa_ver=3&gad_source=1&gad_campaignid=828096468&gbraid=0AAAAADNrP3kIe1o0gaXwwstD9O5M1-Q9R)*) über die Potenziale von **Google Ads, YouTube und Retargeting** im Recruiting. Piening zeigt eindrucksvoll, wie Unternehmen mit cleverem Online-Marketing ihre Reichweite, Sichtbarkeit und Bewerberzahlen steigern – und das oft deutlich günstiger als über traditionelle Jobbörsen.

## Warum Google Ads im Recruiting unverzichtbar ist

„**Auf einer Skala von 1 bis 10 ist Google Ads im Recruiting eine glatte 12**“, sagt **[Thorsten Piening](https://www.hrm.de/mitglieder/persomatch/)** schmunzelnd. Der erfahrene Online-Marketer weiß, wovon er spricht: 73,2 % aller Jobsuchenden beginnen ihre Suche auf **Google** – und im Ausbildungsbereich sind es sogar über 84 %!

Damit ist klar: Wer in den Suchergebnissen von Google **nicht sichtbar** ist, verliert potenzielle Bewerber, bevor sie überhaupt auf die Karrierewebsite gelangen.

### Die Google-Ergebnisseite: Aufbau und Chancen

Eine typische Suchanfrage wie *„Ausbildung Bielefeld“* oder *„Job Consultant Steuern“* zeigt deutlich, wie wichtig strategische Platzierung ist. Die Ergebnisseite gliedert sich in:

1. **Google Search Ads** – bezahlte Anzeigen über den organischen Treffern
2. **Google for Jobs** – kostenlose Job-Ergebnisse von Google
3. **Organische Suchergebnisse (SEO)**

Während **Google for Jobs** zwar kostenlos bleibt (laut Google auch 2024 in den USA bestätigt), sind es vor allem die **Google Search Ads**, mit denen Unternehmen **gezielt und sofort sichtbar** werden können – direkt bei relevanten Suchanfragen.

## Vorteile gegenüber Jobbörsen

Viele Unternehmen verlassen sich noch auf große Jobplattformen wie Indeed oder StepStone. Doch **[Thorsten Piening](https://www.hrm.de/mitglieder/persomatch/)** warnt:

> „Wenn ich über eine Jobbörse werbe, lande ich im Haifischbecken – direkt neben allen Mitbewerbern um die gleichen Kandidaten.“

Mit **eigenen Google Ads Kampagnen** hingegen führt man Interessenten **direkt auf die eigene Karriereseite**. Dort präsentiert sich das Unternehmen als Arbeitgeber, zeigt seine Benefits und Corporate Culture – ohne Ablenkung durch Konkurrenzangebote.

So entsteht **Employer Branding pur**: authentisch, direkt und messbar.

## Wie teuer ist Google Ads Recruiting?

Die Kosten für Google Ads variieren stark – ähnlich wie an einer Börse. Unternehmen bieten auf Keywords und Suchphrasen, wodurch sich **Klickpreise (CPC)** dynamisch entwickeln.

- Günstige Klicks starten bei **0,30 Euro**,
- teurere, stark umkämpfte Keywords können **1–2 Euro pro Klick** kosten.

Das klingt zunächst viel, doch der ROI ist enorm. **[Piening](https://www.hrm.de/mitglieder/persomatch/)** nennt Beispiele:

👉 Ein **Lebensmittelfilialist in Österreich** erzielte mit Google Ads über **350 Einstellungen in nur fünf Monaten** – günstiger als jeder andere Recruiting-Kanal.

👉 Das **Uniklinikum Würzburg** investierte rund **18.000 Euro in sechs Monaten** und generierte über **1.900 Bewerbungen für Pflegefachkräfte** sowie **90 besetzte Ausbildungsstellen**.

Diese Beispiele zeigen: **Google Ads Recruiting lohnt sich**, wenn Kampagnen strategisch geplant und zielgerichtet umgesetzt werden.

## Die Macht von YouTube im Recruiting

Viele denken bei **Google Ads** nur an Textanzeigen – dabei gehört **YouTube** ebenfalls zum Google-Kosmos und ist ein mächtiges Werkzeug im Recruiting.

> „40 Minuten Videokonsum pro Tag – das ist der Durchschnitt bei Erwachsenen in Deutschland“, so **[Piening](https://www.hrm.de/mitglieder/persomatch/)**.

Und YouTube ist längst nicht nur Unterhaltungsplattform:  
Über **40 % aller Schülerinnen und Schüler informieren sich dort über Ausbildungsberufe**.

Ein Beispiel:  
Ein Video des **Bayerischen Rundfunks über den Beruf des Lkw-Fahrers** hat mittlerweile über **600.000 organische Aufrufe** – ganz ohne Werbebudget.

### Warum YouTube das perfekte Recruiting-Tool ist

- 🎯 **Zielgruppengenaues Targeting:** Demografisch, geografisch, nach Interessen und Suchverhalten.
- 🎥 **Emotionales Storytelling:** Videos schaffen Nähe und Vertrauen.
- 💰 **Kosteneffizienz:** Geringere Kosten pro Sichtkontakt als bei klassischen Anzeigen.

**[Piening](https://www.hrm.de/mitglieder/persomatch/)** bringt es auf den Punkt:

> „Das größte soziale Netzwerk der Welt ist nicht Facebook oder TikTok – es ist YouTube.“

Mit Milliarden aktiver Nutzer und enormer Reichweite ist YouTube eine **Pflichtplattform für Employer Branding und Recruiting**.

## Retargeting – der unterschätzte Hebel im Recruiting

Ein weiteres Geheimnis erfolgreicher Recruiting-Kampagnen ist **Retargeting**.

Viele Bewerber klicken auf eine Stellenanzeige, besuchen die Karrierewebsite – und verschwinden dann wieder. Oft, weil sie abgelenkt sind oder den Bewerbungsprozess zu kompliziert finden.

Genau hier setzt Retargeting an:

### Wie Retargeting funktioniert

- Eine Person besucht die Karrierewebsite.
- Google platziert ein anonymes Cookie.
- Der Nutzer bekommt anschließend gezielte Werbung – z. B. Banner oder YouTube-Videos – vom gleichen Arbeitgeber angezeigt.

So bleibt das Unternehmen **im Gedächtnis** und motiviert Interessenten, ihre Bewerbung später abzuschließen.

Piening nennt es treffend:

> „Was im E-Commerce funktioniert, funktioniert auch im Recruiting.“

Und der Clou: Über **YouTube-Retargeting** können ehemalige Seitenbesucher sogar über Smart-TVs erreicht werden – mit emotionalem Video-Content, der Lust macht, sich zu bewerben.

## Von der Karrierewebsite bis zur Conversion: HR muss digital denken

**[Thorsten Piening](https://www.hrm.de/mitglieder/persomatch/)** betont, dass viele HR-Abteilungen noch **„zehn Jahre hinter dem E-Commerce“** zurückliegen. Während Onlinehändler längst Conversion-Optimierung, Tracking und A/B-Tests nutzen, tun sich viele Recruiter schwer mit Datenanalyse.

Dabei lassen sich auch Karriereseiten einfach analysieren – zum Beispiel mit Tools wie **Microsoft Clarity** oder **Matomo**.

So kann man nachvollziehen:

- Wo brechen Bewerber den Prozess ab?
- Welche Stellenanzeigen performen am besten?
- Wie kann der Bewerbungsprozess vereinfacht werden?

Denn nur wer misst, kann optimieren.

## HR-Marketing ist kein Nice-to-have mehr

Recruiting ist heute kein Nebenjob mehr – es ist **Marketing mit anderem Ziel**.  
Während klassische Marketer Leads und Umsatz generieren, gewinnen HR-Teams **Menschen**.

Doch die Methoden sind dieselben:

- Reichweite schaffen
- Sichtbarkeit erhöhen
- Conversion optimieren
- Datenbasiert Entscheidungen treffen

Deshalb fordert Piening:

> „HR braucht Marketing-Kompetenz – und Marketing sollte HR stärker unterstützen.“

Denn Fachkräftemangel ist keine Nische, sondern **systemrelevant für die gesamte Wirtschaft**.

## So startest du mit Google Ads Recruiting – Schritt für Schritt

Zum Abschluss gibt Thorsten Piening praktische Tipps für den Einstieg:

1. **Klein anfangen:**  
Ein eigenes Google Ads-Konto anlegen und mit kleinem Budget testen (z. B. 10–20 € pro Tag).
2. **Keyword-Recherche:**  
Relevante Suchbegriffe für die Zielposition identifizieren – z. B. *„Ausbildung 2025“, „Pflegekraft Bielefeld“* etc.
3. **Geografisches Targeting:**  
Anzeigen nur im Umkreis des Arbeitsplatzes schalten (20–50 km Radius).
4. **Ansprechende Landingpage:**  
Eine klare, mobil-optimierte Karrierewebseite mit einfacher Bewerbungsmöglichkeit ist Pflicht.
5. **Retargeting aktivieren:**  
Besucher erneut ansprechen, die ihre Bewerbung abgebrochen haben.
6. **YouTube-Video ergänzen:**  
Authentisches Employer-Branding-Video (2–3 Minuten) produzieren und gezielt bewerben.
7. **Messen & Optimieren:**  
Mit Tools wie Matomo oder Clarity prüfen, wo Besucher abspringen – und Bewerbungsprozesse vereinfachen.

## Fazit: Google Ads ist die Zukunft des Recruitings

Die Zeiten, in denen man einfach eine Anzeige auf einer Jobbörse schaltet und auf Bewerbungen wartet, sind vorbei.

**Google Ads, YouTube und datengetriebenes Recruiting** bieten Unternehmen heute die Chance, ihre Zielgruppen **direkt und messbar** anzusprechen – ohne Umwege über Dritte.

Piening fasst es treffend zusammen:

> „Wir müssen uns als Arbeitgeber in das Zentrum der Candidate Journey stellen – und nicht Jobbörsen oder Portale.“

Wer das versteht und umsetzt, verschafft sich im „War for Talents“ einen echten Wettbewerbsvorteil.
