Die Formel für Erfolg: „Richtiges“ „richtig“ tun von Sonja Radatz

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Foto von Crew
1. Rezept für Erfolg? Leider nein.
Wenn nun das bisher Erfolgreiche auch in Zukunft erfolgreich wäre – wenn es also so etwas wie ein Gesetz gäbe, dass Produktlebenszyklen auf ewig verlängert werden könnten – dann wäre damit alles gut. Allerdings erlebe ich dies nicht (ich habe es auch in der Vergangenheit nicht erlebt). 
Vielmehr erlebe ich, dass wir uns jeden Tag die prekäre Frage stellen können, ob wir die Dinge noch richtig tun. Und weiter, ob wir überhaupt noch das Richtige tun. Beide Fragestellungen würde ich für beinahe alle Unternehmen die ich kenne, mit einem klaren „NEIN“ beantworten. Die Frage ist also: Was bringt es uns, wenn wir weiter so vorgehen, wie wir vorgehen?
Und die Antwort darauf brauchen wir eigentlich gar nicht zu formulieren – zu klar und eindeutig ist sie: Eigentlich bringt es uns gar nichts; aber es ist eben so bequem, beim Alten zu bleiben. Und so wenig riskant. Allerdings sehe ich diese Antwort in etwa so, als würde jemand zufrieden sagen, „Meine Güte, bin ich froh, dass ich in dieser Schlangenhöhle untergekommen bin. So kann ich wenigstens nicht von einem Tiger zerrissen werden.“
 
2. Ständige Veränderung mit ungewissem Ausgang: Die Konstante unseres Lebens
„Wenn du du bleiben willst, verändere dich“ lautet der Imperativ der Veränderung von Heinz von Foerster (von Foerster, 1993). Oder anders gesagt, in meiner Relationalen Sprache: Wir können nicht nicht handeln – und so verändern wir mit unserem Handeln stets die Welt um uns herum, die dann wiederum verändert auf uns zurückwirkt und wieder neues Handeln von uns erfordert. Wenn wir in diesem Dialog der Unternehmen wie der Menschen gut überleben wollen, dann wird Veränderung zur großen Konstante unseres Lebens.
 
3. Das Bewertungskriterium: „Funktionieren“
Erfolg entsteht sohin meiner Erfahrung nach dann, wenn unser Handeln funktioniert. Wenn das, was wir anbieten, auch gekauft wird. Wenn es gerne gekauft wird. Und wenn die Kunden, die wir auch bedienen wollen, unsere Leistung weiter nachfragen. 
Wir können also die Qualität unserer Leistung ausschließlich und nur am zukünftigen „Habenwollen“ und „Nehmenwollen“, am zukünftigen „Nehmen“ messen. Und damit sind wir unweigerlich bei der konsequenten Arbeit in der Zukunft!
Immer wieder nehmen wir dann ein weißes Blatt Papier heraus und entwerfen unsere Leistungen grundlegend neu. Die Auseinandersetzung mit den ewig neuen Möglichkeiten und die Leichtigkeit im Verlassen von nicht mehr Erfolg versprechenden Pfaden wird so zum Zentrum unternehmerischen Geschehens. Um diese beiden Punkte herum ordnet sich das Unternehmen!
 
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Marco Ripanti

Geschäftsführer bei 42medien

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