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Photo by Jason Goodman

Wie setzt man Employer Branding gezielt im Mittelstand um? Darum geht es in unserer heutigen HRM-Hacks-Folge mit Gast Marcus Merheim. Marcus Merheim ist Founder von Hooman Employer Marketing, einer auf Arbeitgebermarken spezialisierten Unternehmensberatung. Außerdem kann er auf eine mehr als zehnjährige HR-Erfahrung zurückblicken, zu denen unter anderem Unternehmen wie Xing und Deba gehören. Als Vorsitzender des Ressorts „Arbeitswelt der Zukunft“ ist Marcus seit Jahren im BDV ehrenamtlich tätig. Im Gespräch mit Alexander Petsch, Gründer des HRM-Instituts klärt er auf über strategische Zielsetzung bei der Markenbildung und wie wichtig eine offene Kommunikation sowie Teamwork beim Employer Branding sind.

Eine intensive Strategiephase ist Dreh- und Angelpunkt beim Employer Branding, um zum einen das eigene Unternehmenssetting besser zu verstehen und zum anderen beurteilen zu können, woran es noch mangelt bzw. was noch benötigt wird. Laut Marcus Merheim ist diese Phase der Startschuss und der Grundbaustein für drei weitere Phasen, die sich unterteilen in interne Kommunikation und dem offenen Austausch mit allen Mitarbeitern, die externe Kommunikation und schließlich dem Markenmanagement. Als Gemeinschaftswerk betrachtet werden alle Mitarbeiter integriert, auch die Geschäftsleitung sowie der Vorstand, um Status des Projekts, Zugehörigkeit sowie Transparenz zu vermitteln.

Gemeinsam das Thema des Employers Branding von innen nach außen reflektieren, bewusst machen und erarbeiten, darin sieht Marcus Merheim den Gewinn einer erfolgreichen Positionierungsstrategie. Denn Positionierungsstrategie bedeutet, eine Marke sauber herauszuarbeiten. Marken baut man nicht auf, sondern man definiert Positionierung, die dann zur Entwicklung oder zum Reifen einer Marke im Grunde genommen befähigen, so Merheim.

„Employer Branding ist viel mehr als Personalmarketing.“

Sind die strategischen Eckpfeiler erst mal gesetzt, lohnt es sich auch die eigenen Geschäftsprozesse im HR-Bereich anzuschauen, die Neupositionierung sauber einzuführen, sodass alle Mitarbeiter verstehen, worum es geht und Prozesse verankert werden können. Bei der externen Kommunikation, der dritten Phase der Employers Branding, geht es darum, die Positionierung in ein Kreativkonzept zu übersetzen, das Erscheinungsbild zu definieren und auch mal externe Unterstützung zu holen, wenn der eigene Blick fürs Besondere verloren gegangen ist. Employer Branding muss auch mal wehtun. Im letzten und vierten Schritt geht es dann ums klassische Markenmanagement. Denn Marken fallen nicht vom Himmel, die wachsen über Jahre, so Merheim.

Eine gezielte Kommunikation von innen nach außen sowie die gesamte Belegschaft von Anfang an mit auf die Reise zu nehmen, sei das Allerwichtigste für unternehmerischen Erfolg, dabei eine definierte Arbeitgeberpositionierung mit mehr Individualität generieren. Denn darum geht es für Marcus Merheim auch, man soll differenzieren. Es geht darum, nicht so zu sein wie jeder andere Arbeitgeber, es geht darum Dinge herauszuarbeiten, die einen differenzieren und gleichzeitig als Filter dienen können, damit sich die richtigen Menschen bewerben.

Employer Branding muss nicht viel kosten

Mit viel Eigenleistung und einem festgesetzten Budget kann man einen direkten Überblick vermitteln und bei der Initialzündung der Projekte schauen, was wirklich finanziell fokussiert werden muss, wie die externe Kommunikation. Dabei kommt es außerdem darauf an, wie viele Stellen letztendlich zu besetzen sind. Dies sei für jedes Unternehmen individuell zu betrachten, so Marcus Merheim.

Wer seine eigene Arbeitgebermarke für Bewerber und Bewerberinnen erlebbar machen möchte, sollte sein Unternehmen scannen und sich auch mal bei sich selbst bewerben. Wenn man sich nämlich hoch technologisch präsentiert und dann in einem ganz gruseligen Bewerber-Managementsystem landet, wo man am besten noch über 37 Seiten klicken muss, um die eigene Anzeige zu finden, dann spiegelt das überhaupt nicht die technologische Ausrichtung eines Arbeitgebers wider, sagt Marcus Merheim und appelliert an das Bewusstsein und der Wahrnehmung bei der Entwicklung für die entsprechenden Profile, die für das eigene Unternehmen von Bedeutung sind.

Viele weitere Hacks als Checkliste oder das gesamte Interview als Podcast oder Text: HRM.de – Employer Branding im Mittelstand mit Marcus Merheim

Kontakt zu unserem heutigen Podcast-Gast Marcus Merheim: Marcus Merheim – HRM.de

Tape Art Cover Bild by Max Zorn : http://www.maxzorn.com / https://youtu.be/iGqo7e-FN0s

Music by “Monsters of Rec: die HR & Recruiter Branchenband” https://www.hrm.de/unternehmen/monsters-of-rec/

Podcast Produktion: York Lemb – Employee Podcast https://www.hrm.de/unternehmen/employee-podcast/

Und wenn Ihr mal wieder auf der Suche nach Wein/Sekt für Euren nächsten HR-Event seid, dann wäre doch der: HR² Wein passend https://wein.hrm.de/

Viel Spaß mit dieser Podcast Folge.

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