Bedeutung virtueller Lernumgebungen steigt

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Foto von Aleks Marinkovic

Für die Studie mit 370 Teilnehmern definierten die Autoren eine virtuelle Lernumgebung als „interaktive Plattform“ für den Zweck, Trainings durchzuführen, Inhalte abzurufen, Fach-Experten und Peers zusammenzubringen. Eine virtuelle Lernumgebung sei flexibel anzupassen und mit verschiedenen virtuellen Räumen und Klassenräumen, Bibliotheken, Foren sowie Räumen für Networking ausgestattet und verfüge über integrierte Social-Media-Elemente.

Als wichtigste Anwendung in einer virtuellen Lernumgebung sahen 20 Prozent der Befragten virtuelle Klassenräume, 14,6 Prozent entschieden sich für die Anbindung an ein Learning Management System (LMS) und 11,1 Prozent begrüssen besonders, damit Assessments veranstalten zu können. Auf den abgeschlagenen hinteren Rängen landeten mit jeweils 2,1 Prozent die Möglichkeit von 3D-Simulationen und Social Media-Integration sowie mit jeweils 1,9 Prozent Wikis und Blogs. Lediglich 1,1 Prozent ist das Dynamische Reporting am wichtigsten.

Bei den Bereichen in denen VLEs eine wichtige Rolle spielen, entschieden sich 50,6 Prozent der Befragten für das Onboarding, 41,2 Prozent halten VLEs im Produkttraining für besonders wichtig, 40,5 Prozent das Technologie-Training. VLE´s für das Training der Kernkompetenzen einzusetzen war 39,2 Prozent besonders wichtig. Auf den weiteren Rängen folgen Compliance-Training mit 37,4 Prozent und Leadership-Training mit 31 Prozent vor General Business Skills mit 29,8 Prozent, Sales Training mit 23,9 Prozent und Partner Education mit 13,5 Prozent.

Die Studienteilnehmer zeigten sich mehrheitlich davon überzeugt, dass sich mit VLEs vor allem Altersgruppen erreichen lassen, die als sogenannte Millennials zwischen 1980 und 2000 geboren sind. Für die grosse Mehrheit sind die virtuellen Lernumgebungen ausserdem die beste Möglichkeit, Trainings weltweit (62 Prozent) und sowohl für kleine (47 Prozent) als auch grosse Gruppen (64 Prozent) von Lernern durchzuführen.

72 Prozent der befragten Trainer und Personalentwickler sind den Angaben zufolge überzeugt davon, dass VLEs fester Bestandteil jedes Blended-Learning-Konzepts sein sollten. Zu den grössten Vorteilen gehört für 61 Prozent ausserdem, dass die Lerner das Gelernte schneller produktiv umsetzen könnten und es länger im Gedächtnis behielten (58 Prozent).

Auch finanzielle Vorteile werden einer virtuellen Lernumgebung zugebilligt. So zeigten sich 58 Prozent der Studienteilnehmer überzeugt, das VLEs wirtschaftlicher seien als Trainings, die nur von Trainern abgehalten würden. Das betreffe auch die Investitionen, die für andere Arten des Trainings wie E-Learning oder On-the-Job-Training getätigt werden müssten.

Quelle: Whitepaper „Virtual Learning Environment: More than a Virtual Classroom“, http://clomedia.com/hcm-advisory-group

Artikel: Gudrun Porath

Sebastian Ofer

Chefredakteur bei HRM Research Institute

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