# Automatisierung im HR: 60 % der Zeit sparen

*https://www.hrm.de/automatisierung-im-hr-60-der-zeit-sparen/ — 2025-09-03*

Automatisierung ist im Personalwesen kein Zukunftsthema mehr, sondern längst eine Notwendigkeit. Unternehmen, egal ob kleines Familienunternehmen oder Konzern mit über 5.000 Mitarbeitern, stehen heute vor massiven Herausforderungen: steigende Löhne, angespannte Auftragslagen, Fachkräftemangel und die Notwendigkeit, Prozesse effizienter zu gestalten.

Auf der **[TALENTpro](https://talentpro.de/) in München** sprach **[Martin Baldermann](https://www.hrm.de/mitglieder/martin-baldermann1/)**, Leiter der Digitalagentur von [OVB Media](https://www.ovbmedia.de/), über die Chancen und Risiken der Automatisierung im HR. Seine provokante These:  
👉 **Bis zu 60 % der Arbeitszeit im HR wird verschwendet – und lässt sich automatisieren.**

Im Folgenden zeige ich, basierend auf seinem Gespräch, wie **Automatisierung im HR** funktioniert, welche Vorteile sie bringt und wie Unternehmen schon heute konkrete Prozesse verschlanken können.

<figure class="wp-block-image size-full"><a href="https://www.hrm.de/podcast/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><img src="https://www.hrm.de/wp-content/uploads/2025/08/hrm.de-Werbung.svg" alt="HRM.de Werbung" class="wp-image-232874"></a></figure>

## Warum Automatisierung im HR unverzichtbar ist

Viele HR-Abteilungen arbeiten noch mit Prozessen, die nicht mehr zeitgemäß sind.

- **Handgeschriebene Stundenzettel** oder Fahrtenbücher führen zu Fehlern in der Abrechnung.
- **Recruiter verbringen Stunden** damit, Stellenanzeigen aus E-Mails in Tools zu kopieren und zu formatieren.
- **Bewerber erhalten unpersönliche Standardantworten** und fühlen sich nicht wertgeschätzt.

Das Ergebnis: Frust bei Mitarbeitern, Bewerbern und Personalern.

Baldermann fasst es so zusammen:

> „Möchte ich 80 % meiner Arbeitszeit in Excel-Listen verbringen – oder am Menschen arbeiten?“

Die Antwort ist klar: **Automatisierung befreit HR von Routinearbeiten** und schafft Freiraum für wertvolle, zwischenmenschliche Aufgaben.

## 1. Automatisierung im HR von Stellenanzeigen: Von der E-Mail ins HR-Tool in Minuten

Ein klassisches Beispiel für Zeitverschwendung im HR ist die Erstellung von Stellenanzeigen.

So läuft es aktuell oft ab:

1. Fachbereichsleiter schickt eine E-Mail oder gar einen Zettel („Wir brauchen einen neuen Staplerfahrer“).
2. Recruiter fragt Details nach und tippt die Infos in ein HR-Tool.
3. Texte müssen formatiert, Blöcke angepasst und Aufzählungen korrigiert werden.

⏱ Zeitaufwand: zwischen 20 Minuten und 1 Stunde pro Anzeige.

### Die automatisierte Lösung:

- Eine **Automatisierung liest die E-Mail aus**, erkennt die Inhalte und kombiniert sie mit hinterlegten Kontextinformationen (Standort, Benefits, Unternehmensrichtlinien).
- Die fertige Anzeige wird direkt im richtigen Format in das HR-Tool übertragen.
- Recruiter kontrolliert nur noch, bevor die Stelle veröffentlicht wird.

👉 **Zeitersparnis: 15 Minuten pro Stelle**. Bei 50 Stellen im Monat ergibt das mehr als **12 Stunden Arbeitszeit**.

## 2. Social Media Recruiting: Automatisierung spart bis zu 90 Minuten pro Post

Viele Unternehmen verschwenden wertvolle Ressourcen, wenn es um das Veröffentlichen von Stellenanzeigen in Social Media geht.

Normaler Ablauf:

- Recruiter brieft Marketing.
- Marketing erstellt Bilder und Texte.
- Mehrere Korrekturschleifen kosten Zeit.
- Aufwand: 2–3 Personen, oft über eine Stunde.

### Mit Automatisierung im HR geht es so:

- Recruiter loggt sich ins Tool ein.
- KI erstellt automatisch ein Bild im Corporate Design (Logo integriert).
- KI generiert eine Caption mit passenden Hashtags – abgestimmt auf Zielgruppe und Kanal.
- Post wird direkt veröffentlicht oder für später geplant.

⏱ Aufwand: 60 Sekunden statt 90 Minuten.

Baldermann zeigte auf der Messe eine Live-Demo: **Eine komplette Stellenanzeige wurde in weniger als einer Minute auf LinkedIn veröffentlicht** – inklusive Bild und Text.

## 3. Bewerberkommunikation: Automatisierung im HR, die persönlich wirkt

Ein weiteres Problem: Standardantworten auf Bewerbungen.  
Viele Unternehmen verschicken automatisierte E-Mails, die unpersönlich klingen:  
„Sehr geehrte*r Bewerber*in, vielen Dank für Ihre Bewerbung. Wir melden uns in den nächsten Wochen.“

Das sorgt für Frust.

### Die smarte Lösung:

Eine Mini-Automatisierung liest die Bewerbung aus und erstellt eine personalisierte Antwort, z. B.:  
„Lieber Niklas, vielen Dank für deine Bewerbung als Podcast Manager. Deine Ansprechpartnerin ist Josefine Ritter. Wir melden uns innerhalb von fünf Werktagen. Uns fehlt noch deine Telefonnummer – sende sie uns bitte nach.“

👉 Wirkung: Der Bewerber fühlt sich **wertgeschätzt** und bleibt emotional gebunden.  
👉 Vorteil: HR spart Zeit und steigert die Candidate Experience.

## 4. Automatisierte Wertschätzung im Onboarding

Automatisierung endet nicht beim Recruiting. Auch im **Onboarding** kann sie den Unterschied machen.

Beispiel: Eine Woche vor dem Start bekommt der neue Mitarbeiter automatisch eine Nachricht:  
„Hallo Lisa, wir freuen uns, dass du nächste Woche bei uns startest. Dein Team ist schon gespannt. Komm bitte um 9 Uhr vorbei. Hast du Fragen, melde dich einfach.“

Baldermann nennt das **„automatisierte Wertschätzung“** – kleine Gesten, die Bindung schaffen, bevor der erste Arbeitstag überhaupt beginnt.

## 5. Angst vor Automatisierung im HR abbauen

Viele Mitarbeiter haben Angst: „Die KI nimmt mir meinen Job weg.“  
Doch Baldermann betont:

> „Die KI wird dich nicht ersetzen. Aber Menschen, die wissen, wie man mit KI umgeht, werden dich ersetzen.“

Automatisierung ersetzt nicht HR-Mitarbeiter, sondern Routinearbeiten. Das verschafft Freiräume, um sich stärker auf **strategische Aufgaben und Menschen** zu konzentrieren.

## 6. Praxis-Hacks von [Martin Baldermann](https://www.hrm.de/mitglieder/martin-baldermann1/)

Basierend auf dem Gespräch lassen sich diese **Automatisierungs-Hacks** zusammenfassen:

- **Stellenanzeigen automatisieren:** Von der E-Mail direkt ins HR-Tool.
- **Social Media Posts vereinfachen:** Recruiting-Posts in 60 Sekunden statt in 90 Minuten.
- **Persönliche Auto-Replies:** Bewerbern sofort mit Namen und Bezug antworten.
- **Onboarding unterstützen:** Automatisierte Erinnerungen und Willkommensbotschaften.
- **Human in the Loop:** Automatisierung immer mit menschlicher Kontrolle kombinieren.

## Fazit: Automatisierung im HR ist Pflicht, keine Kür

Das Gespräch mit [Martin Baldermann](https://www.hrm.de/mitglieder/martin-baldermann1/) zeigt deutlich:  
**Automatisierung im HR ist unverzichtbar.**

Unternehmen, die weiterhin auf manuelle, fehleranfällige Prozesse setzen, verschwenden wertvolle Zeit und riskieren Frust bei Mitarbeitern und Bewerbern. Wer jedoch auf Automatisierung setzt, gewinnt:

- Mehr Effizienz
- Bessere Candidate Experience
- Zufriedene Mitarbeiter im HR

Oder wie Baldermann es ausdrückt:  
👉 **„Use it or lose it.“**

Automatisierung ist kein Selbstzweck. Sie ist der Schlüssel, damit HR-Abteilungen wieder das tun können, wofür sie da sind: **am Menschen arbeiten**.
