Der Arbeitgeber hat keine Wahl: Ein Mitarbeiter, der aus dem Unternehmen ausscheidet, hat einen gesetzlichen Anspruch auf ein Arbeitszeugnis. Der Zeugnisaussteller muss eine Antwort finden auf die Frage: Wie schreibt man mit geringstem Aufwand ein qualifiziertes Zeugnis, das die rechtlichen Vorgaben erfüllt, der Leistung des Mitarbeiters gerecht wird und dem Zeugnisleser in einer klaren, präzisen Sprache Informationen liefert über Qualifikation, Arbeitsleistung und Arbeitsverhalten? Hier wird eine neue, zeitgemäße Methode vorgestellt.
Soll-Ist-Vergleich
Zeitgemäße Arbeitszeugnisse sind das Ergebnis eines Soll-Ist-Vergleichs. Die Anforderungen werden den tatsächlichen Fähigkeiten und Leistungen gegenüber gestellt. Von einem Buchhalter verlangt man kein ausgeprägtes Verkaufstalent wie bei einem Außendienstmitarbeiter. Und bei einer Blumenverkäuferin muss das Zahlenverständnis nicht so ausgeprägt sein wie bei einem Controller. Unterschiedliche Jobs erfordern unterschiedliche Fähigkeiten. Wie sollten Arbeitszeugnisse sein? Ein Unternehmen sollte sich auf die Stärken des Mitarbeiters konzentrieren und darauf, wie er sie zum Nutzen der Firma einsetzen konnte. Die Schwächen interessieren uns hier nicht. Entscheidend sind die positiven Arbeitsergebnisse, die man konkret im Zeugnis darstellen sollte. Qualifikation und Leistung
Das Fachwissen, die geistigen, kreativen und sozialen Fähigkeiten und die Lern- und Veränderungsbereitschaft gehören beim Arbeitszeugnis zur „Leistung“. Zur eigentlichen Arbeitsleistung zählt man:
die Arbeitsweise (selbständig, effizient, sorgfältig)
den Arbeitseinsatz (engagiert, begeistert, zielorientiert)
die Arbeitsergebnisse (Ziele erreicht, Nutzen, Erfolg)
Bei Führungskräften gehört zur Arbeitsleistung auch die Führungsleistung. Die Führungsleistung hat etwas zu tun mit den Führungsfähigkeiten (Managementfähigkeiten = planen, organisieren, Ziele setzen, kontrollieren) und dem tatsächlichen Führungsverhalten: Ist die Führungskraft zusammen mit dem Team erfolgreich?
Die Gesamtbeurteilung sollte eine Antwort auf die Frage sein: Worin besteht der Beitrag zum Unternehmenserfolg?
Stärken und Arbeitsergebnisse
Unternehmen wollen bei der Suche nach qualifiziertem Personal wissen, ob die künftigen Mitarbeiter bereits erfolgreich gearbeitet haben und ob sie bei Bewältigung der Aufgaben und bei der Lösung ihrer Probleme helfen können. Bei der Bewerberauswahl brauchen sie Antworten auf die Fragen
Welche Stärken / Fähigkeiten konnte der Mitarbeiter nutzbringend einsetzen?
Welche Ergebnisse / Erfolge hat er mit seiner Arbeit erzielt?
Was war sein Beitrag zum Ganzen?
Unser Beratungsangebot:
Analyse des Ist-Zustandes (honorarfrei)
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Mehr Informationen:
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