Lebenslanges Lernen

Lebenslanges Lernen ist ein Konzept, Menschen zu befähigen, eigenständig über ihre Lebensspanne hinweg zu lernen. Lebenslanges Lernen setzt auf die [wiki:Informationskompetenz] des Einzelnen und hat deshalb Aufnahme in viele bildungspolitische Programme gefunden.

Wissen und Fähigkeiten der Berufsausbildung und der ersten Berufsjahre genügen in den meisten Fällen nicht mehr, um eine dreißig bis vierzig Jahre lange [wiki:Laufbahn] sinnvoll zu durchlaufen. Nach der [wiki:Schule] und [wiki:Berufsausbildung] wird nicht nur durch Teilnahme an Veranstaltungen der [wiki:Weiterbildung] gelernt. Mit dem Lernen in der alltäglichen Lebensführung und durch die wechselnden Arbeitsbedingugen sowie infolge der Ansprüche einer sich ständig im Wandel befindlichen Gesellschaft bilden sich darüber hinaus auch neue Formen des [wiki:Informelles Lernen] heraus.

Lebenslanges Lernen hat in den letzten Jahrzehnten steigende Aufmerksamkeit erhalten und hat den Einzug in viele [wiki:Bildungspolitik] Forderungen und Konzepte ([wiki:Curriculum]) gefunden. Die [wiki:Europäische Kommission] hat daraufhin ein "[wiki:Memorandum über lebenslanges Lernen]" vorgelegt. Auch im Regierungsprogramm [wiki:Österreich] ist 2004 die Zielsetzung des "lebensbegleitenden Lernens" ein Schwerpunkt. Das [wiki:Bundesministerim für Bildung und Forschung] (Deutschlands) schreibt 2004: "Lebenslanges Lernen hilft, den Zusammenhalt in der Gesellschaft zu stärken und Ausgrenzung soweit wie möglich zu vermeiden. Im Rahmen einer Gesamtstrategie soll das Ziel verfolgt werden, die Bildungsteilhabe zu erhöhen, allen Menschen mehr Chancen zur persönlichen, ihren Begabungen entsprechenden gesellschaftlichen und beruflichen Entwicklung zu ermöglichen und den Standort Europa mitzugestalten" ([url:http://www.bmbf.de/de/411.php|http://www.bmbf.de/de/411.php], Stand November 2004).

Trotz dieser vielfältigen Bezüge auf den Begriff des Lebenslangen Lernen ist es nicht möglich, eine Definition davon zu geben, was denn genau damit gemeint ist - zum Beispiel die Forderung nach einer größeren Durchlässigkeit des [wiki:Bildungssystem] oder die Möglichkeit der Zertifizierung informell erworbener Kenntnisse. Der Konsens besteht in der Wichtigkeit des Themas für unsere Gesellschaft und die Zukunft Europas. Die Redewendung "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr" ist nicht nur aus Perspektive der [wiki:Lernpsychologie] über die Möglichkeiten des Lernens Erwachsener, sondern auch durch die Anforderungen eines heutigen [wiki:Berufslaufbahn] widerlegt. Um ein anderes Sprichwort zu benutzen: "Man lernt nie aus".

Siehe auch [wiki:Lernen], [wiki:Weiterbildung], [wiki:Informelles Lernen], [wiki:Erwachsenenpädagogik]

Weblinks




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