Kybernetische Anthropologie

Als kybernetische Anthropologie bezeichnet man den Versuch der terminologischen Kopplung von [wiki:Anthropologie] und [wiki:Kybernetik] mit einer technikinduzierten Theoriebildung.

Der Begriff geht zurück auf eine Schrift von [wiki:Karl Steinbuch] aus den [wiki:1970er], in der er "das Eindringen mathematischer Werkzeuge in Wissensgebiete, in denen sie bisher nicht praktikabel erschienen" ([wiki:Karl Steinbuch] [wiki:1963]) konstatiert. Die neue Disziplin trat mit dem Vorhaben an, durch eine dritte Kultur (Charles P. Snow|Snow]] [wiki:1967]) den [wiki:Antagonismus] zwischen [wiki:Naturwissenschaft]- und [wiki:Geistenwissenschaft] zu überwinden.

Die Kombinierbarkeit einer mathematisch-technischen Disziplin auf die Menschenwissenschaft ist umstritten; Rieger begründet folgendermaßen: "Die Applizierbarkeit der Kybernetik und ihrer Figuren ausgerechnet auf die Anthropologie [...] hat ihren epistemischen Ort weniger in der Technik als vielmehr in der Formation anthropologischer Konstrukte, in der Formation eines anthropologischen Wissens und in letzter Konsequenz in der Formierung des Menschen selbst" ([wiki:Stefan Rieger], [wiki:2003]).

Aktuelle Ansätze, wie sie Rieger vertritt, applizieren die kybernetische Anthropologie auf die [wiki:Medienwissenschaft].

Siehe auch

Literatur

Weblinks




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