Krisenmanagement

Krisenmanagement bezeichnet den systematischen Umgang mit Krisensituationen. Dazu gehört es, die Krise zu analysieren und zu identifizieren, Strategien zur Bewältigung zu entwickeln und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten.
Um einer Krise mit einem effektiven Krisenmanagement zu begegnen, ist es notwendig sich mit dem Wesen einer Krise auseinanderzusetzen. Der Begriff „Krise“ kommt von dem griechischen Wort „krisis“, das Wendepunkt bedeutet. Auch das chinesische Zeichen für Krise „wie-ji“ setzt sich aus den Symbolen für „Gefahr“ und „gute Gelegenheit“ zusammen. In beiden Sprachen wird deutlich, dass Krisen Veränderungen mit sich bringen und durchaus eine gefährliche Komponente mit sich führen, aber dass andererseits jede Krise auch eine Chance beinhaltet.

Auftreten von Krisen

Krisen können einerseits in ganzen Regionen oder Ländern auftreten. Andererseits zeigen sie sich in Unternehmen oder anderen komplexen Organisationen und in deren Teilbereichen, wie zum Beispiel in Projekten. Krisen können auch in der Politik, in internationalen Beziehungen, bei Naturkatastrophen oder in Folge von Unfällen vorkommen.

Mehrere unterschiedliche Aspekte können auf eine Krise hindeuten:
Typen von Krisen

Die Fachliteratur unterscheidet mehrere Typen von Krisen, die in Anzahl und Namensgebung variieren. Allgemein lassen sich drei Formen unterscheiden:

1. Überlebenskrise
Zu einer Überlebenskrise gehören Ereignisse, welche die Existenz eines Unternehmens oder einer anderen Art von Organisation gefährden. Im Falle eines Unternehmens zählen hierzu Liquiditätsprobleme, Ausfall von unternehmenswichtigen Geschäftsprozessen, Ausfall von wichtigen Kunden und/oder Lieferanten sowie andere wirtschaftliche Schwierigkeiten, die zur Insolvenz führen können. Instrumente, die einer Krise von diesem Typ entgegensteuern, beinhalten oft eine wirtschaftliche Beratung oder eine Unternehmenssanierung mit Einschnitten in die Unternehmensstruktur. Die Unternehmen müssen sie vor allem schnell vorantreiben. Die Personalarbeit steht in dieser Form der Krise zumeist vor dem Problem, Stellen abbauen oder Personalbudgets kürzen zu müssen. Kurzarbeit und die Flexibilisierung der Arbeitsstrukturen sind hier wichtigste Tools, um gegenzusteuern. Außerdem sollten Personaler als Coachs der Führungskräfte in die Rolle des Krisenmanagers schlüpfen.

2. Steuerungskrise
Die Steuerungskrise umfasst alle Probleme, die sich auf das Management eines Unternehmens beziehen. Hierzu gehören falsche oder nicht vorhandene Entscheidungen, ein Machtmonopol, ein Machtvakuum und mangelnde Informationen für die Entscheidungsfindung. Als Gegenmaßnahmen bieten sich meist Instrumente aus Reorganisation, Business Process Reengineering (BPR), Wissensmanagement oder Personalentwicklung an. 
3. Veränderungskrise
Veränderungskrisen können sich aus Veränderungen in einer Organisation oder in einem Unternehmen ergeben. Dazu gehören zum Beispiel neue IT-Applikationen, die die Anwender nicht akzeptieren, oder auch Prozessveränderungen, die die Belegschaft nicht lebt. Führungskräfte können einer solchen Krise durch Veränderungsmanagement (Change Management) entgegenwirken.


Strategien zur Krisenvermeidung/-verminderung

Viele Krisen beruhen auf strategischen Fehlentscheidungen oder auf Fehlverhalten in Notfallsituationen. Die Verfügbarkeit von entscheidungskritischen Informationen und die Fähigkeit, negative Ereignisse zeitnah zu bewältigen, sind ein guter Schutz gegen Krisen. Außerdem können folgende Vorgehensweisen helfen, Krisen zu vermeiden:
Literatur
Weblinks
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