Berufsakademie

Die Berufsakademie (engl.: University of Cooperative Education) verkörpert den dualen Studiengang. Innerhalb der dreijährigen Studienzeit wechseln sich Theorie- und Praxisphasen zu gleichen Teilen ab.

Ein [wiki:Studium] an der Berufsakademie erfolgt meist in einem klassenähnlichen Verband mit bis zu 30 [wiki:Student]. Ein Student der Berufsakademie benötigt neben einem Zeugnis der Hochschulreife ([wiki:Abitur] oder fachgebundene [wiki:Abitur]) einen [wiki:Ausbildung] mit einem Unternehmen. Studien an der Berufsakademie und praktische Ausbildungszeiten in einem Unternehmen wechseln sich ab.

Die Studenten schließen das [wiki:Grundstudium] nach zwei Jahren mit einer Assistenten-Prüfung ab. Das [wiki:Hauptstudium] wird nach 3 Jahren mit einer [wiki:Diplomarbeit] abgeschlossen. Im Laufe des Studiums müssen die Studenten einige Arbeiten (Praxisberichte, Projektarbeiten, [wiki:Studienarbeit]) schreiben und diverse Prüfungen ablegen. Die genaue Verteilung dieser Prüfungsleistungen (z. B. wie viele Studienarbeiten in welchem Semester geschrieben werden müssen) ist von Akademie zu Akademie und von Studiengang zu Studiengang unterschiedlich.

Studenten der Berufsakademien erwerben zumeist einen technischen Gesellenbrief oder einen kaufmännischen Gehilfenbrief und einen staatlichen Diplomabschluss, z.B. als Diplom-Betriebswirt (BA). Obwohl Berufsakademien keine akademischen Grade verleihen, so ist doch der Abschluß dem eines akademischen Diploms an einer [wiki:Fachhochschule] berufsrechtlich gleichgestellt. In der neuesten Entwicklung wird dazu übergegangen, dass die Berufsakademien im Rahmen der neuen Hochschulordnung in Europa dazu übergehen, Bachelorabschlüsse nach einem dreijährigen Studium zu vergeben, die dann auch staatlich anerkannt sind und auch von anderen Hochschulen anerkannt werden. Dies gilt vor allem für die Akademien in Niedersachsen.

Vor- und Nachteile eines BA-Studiums

Vorteile

Nachteile

Geschichte

Das erfolgreiche Modell der Berufsakademien entstand 1974 in Baden-Württemberg mit den ersten Akademien in Mannheim und Stuttgart. Heute besitzt die Berufsakademie Baden-Württemberg insgesamt acht Standorte sowie drei Außenstellen: Heidenheim, Karlsruhe, Lörrach, Mannheim, Mosbach (Baden(mit der Außenstelle Bad Mergentheim), Ravensburg (mit der Außenstelle Friedrichshafen), Stuttgart (mit der Außenstelle Horb) und Villingen-Schwenningen. Nach der deutschen Einheit adaptierten Berlin, Thüringen und Freistaat Sachsen das Modell; in Berlin wurde die Berufsakademie inzwischen bei den Fachhochschulen eingegliedert.

Auch in anderen Bundesländern werden BA-Studiengänge angeboten, die jedoch nicht nach dem baden-württembergischen Modell aufgebaut sind und daher auch keinen staatlichen Abschluss ermöglichen. Was sich in der aktuellen Entwicklung durch die Vergabe von Bachelor-Abschlüssen ändert.

Weblinks

Berufsakademien in Baden Württemberg:

Berufsakademien in Hessen:

Berufsakademien in Thüringen:

Berufsakademien in Sachsen:

Berufsakademien in Niedersachsen:



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