In der Psychologie bezeichnet Bedürfnis einen physiologischen oder psychologischen Mangel- und Erlebniszustand, der üblicherweise mit dem Streben nach [wiki:Bedürfnisbefriedigung] verbunden ist. Zu unterscheiden sind angeborene, primäre (Hunger, Durst...) sowie sekundäre, d. h. soziale (Streben nach sozialer Anerkennung, Integration) sowie kulturell bedingte Bedürfnisse.
Der amerikanische Psychologe [wiki:Abraham Maslow] hat in diesem Zusammenhang fünf Bedürfnisebenen definiert. Der Mensch ist dabei bestrebt zunächst die unterste dieser Bedürfnisebene zu befriedigen um danach die jeweils nächst höhere zu erreichen.
| Entwicklungsbedürfnis beispielsweise: Bedürfnis nach Selbstentfaltung, -entwicklung |
| Wertschätzungsbedürfnis zum Beispiel: Bestätigung, Anerkennung durch andere |
| Soziale Bedürfnisse beispielsweise: soziale Kontakte, Kommunikation |
| Sicherheitsbedürfnis zum Beispiel private Sicherheit, Sicherung der Grundbedürfnisse in der Zukunft |
| Grundbedürfnisse beispielsweise: Hunger, Durst, Wohnung etc. |
In der Terminologie der Wirtschaftswissenschaften stellen Bedürfnisse als Option die Vorstufe des [wiki:Bedarf] dar. Aus einem Bedürfnis wird dann ein Bedarf, wenn ein dem Bedürfnis adäquates Produkt (oder Dienstleistung) Bedürfniserfüllung, d.h. Beseitigung des empfundenen Mangels, verspricht. Der Bedarf wird zur [wiki:Nachfrage], wenn bei vorhandener [wiki:Kaufkraft] am Markt Kaufabsicht geltend gemacht wird.
Siehe auch: [wiki:Grundbedürfnis], [wiki:Maslowsche Bedürfnispyramide]
